Der Offizier 4/2020 Wehr- und sicherheitspolitisches Bulletin Nr. 15/12/20

Die elektronische Ausgabe des „Offizier 4/2020“ finden sie hier zum Download und hier zum Blättern!

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser!

Das erste Jahr der Amtsführung von Bundesministerin Mag.a Klaudia Tanner als Verteidigungsministerin neigt sich dem Ende zu, und es war ein wahrlich ereignisreiches Jahr mit allen Höhen und Tiefen, welche die Sicherheits- und Verteidigungspolitik Österreichs im krisengeschüttelten Jahr 2020 durchzustehen hatte.

Auf der Positivseite verbleibt, dass mit den eingeleiteten legistischen Maßnahmen die Milizkomponente des Bundesheeres wieder gestärkt wird und sich das Bundesheer wieder in Richtung Einsatzarmee entwickeln kann. Gestärkt wird auch die Truppe durch die Ausmusterung von einer größeren Zahl an jungen Offizieren als in den Vorjahren, was auch als Indiz gewertet werden kann, dass der Offiziersberuf wieder attraktiver geworden ist. Des Weiteren wird mit der Beschaffung neuer Hubschrauber eine Kampfwertsteigerung einhergehen.

Als ein weiteres großes Plus wird in die Annalen des Bundesheeres wohl das großartige Engagement der Streitkräfte während der Coronakrise eingehen. Überalldort, wo andere Organisationen nicht mehr in der Lage waren, die Situation zu beherrschen, war das Bundesheer mit seiner Expertise und seinem exzellenten Kader- und Milizpersonal zur Stelle und hat geholfen, jede kritische Situation zu meistern.

Auf der Negativseite verbleibt aber – und dies mehr als nur eine buchhalterische Erinnerungsposition – das weiterhin ungelöste Problem „Teurer Betrieb des Eurofighter“, da die ernsthaften Bemühungen des Ressorts, Airbus auf dem Gerichtswege zur Kassa zu bitten, durch die Einstellung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen einen argen Dämpfer bekommen haben. Die Causa Eurofighter wird uns daher noch die nächsten Jahre beschäftigen. Ein weiterer negativer Saldo bleibt beim Budget. Obwohl es eine Steigerung für das nächste Jahr geben wird, sind wir von der – von der Österreichischen Offiziersgesellschaft immer wieder geforderten – Höhe des Verteidigungsbudgets von zumindest 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes noch sehr weit entfernt.

Verbringen Sie schöne Weihnachtsfeiertage und bleiben Sie vor allem gesund,
wünscht Ihnen Ihr Chefredakteur
Harald Pöcher

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